Geschichtliches über das "Jagdschlössl"

Das Gasthaus "Jagdschloss", oder auch "Gaststätte zum Jagdschloss" wird seit 1875 betrieben. Franz X. Krausenecker betrieb die Gaststätte vom 1.Juli 1887 (Brauerei Pschorr) an, dann die Familie Meinrad und Anna Hörbrand von 1893 bis 1919, die Familie Ludwig (war beim Vorpächter Hörbrand als Metzgergehilfe und Geschäftsführer tätig) und Rosa Ferst vom 1.Juli 1919 bis 1945. Der vorgelagerte Wirtsgarten wurde 1938 auf die heutige Größe reduziert. In den 60er Jahren betrieb der bekannte Fußballer Fritz Herdin das Lokal.

Bild mit freundlicher Genehmigung der Geschichtswerkstatt Neuhausen e.V.

Das Gasthaus "Jagdschlössl" erhielt seinen Namen vom ehemaligen Jagdschloss, was sich bis zum 7.Januar 1945, in dem es von Kriegsbomben zerstört wurde, gegenüber dem Gasthaus befand.

Das historisch eindrucksvolle Gebäude war bis 1945 das kurfürstliche, später das königliche Jagdschloß, welches ursprünglich aus dem Jahr 1598 stammt, als der Hofkanzler und geheime Hofrat des Kurfürsten Maximilian I., Johann Gailkirchner, den gefreiten Edelsitz Neuhausen erhielt und sich einen Herrensitz erbauen ließ.

Bild mit freundlicher Genehmigung der Geschichtswerkstatt Neuhausen e.V.

Bis zu den Kriegszerstörungen im Januar 1945 wurde das Gebäude vom Roten Kreuz genutzt. Am 7.Januar 1945 wurde das ursprüngliche dreistöckige Gebäude (im Bild links) während des 2. Weltkrieges zerstört. 1947 wurde das Gebäude durch einen bis heute bestehenden Barackenbau ersetzt, dessen Längsseite nun weit in die Leonrodstrasse hineinragt.